Das Anschreiben

Das Anschreiben

23.11.2020 - 21:05

Kernstück einer jeden Bewerbung ist neben dem Lebenslauf das Anschreiben.
Mit dem Lebenslauf präsentiert ihr faktisch euer Leben und was ihr bereits erreicht habt. Dabei geht allerdings der persönliche Teil von euch unter. Und genau dazu habt ihr das Anschreiben.
Mit dem Anschreiben könnt ihr eurem gewünschten Arbeitgeber genau erklären, warum ihr gerade bei ihm arbeiten möchtet und welche Ziele ihr damit verfolgt. Außerdem könnt ihr euch als Person nochmals ausführlich beschreiben. D.h., ihr könnt unter anderem klarstellen, welche Stärken und Schwächen euch gerade auch für diesen Job qualifizieren.
Euch wird also mit dem Anschreiben die Möglichkeit geboten, euren vielleicht zukünftigen Arbeitgeber zu überzeugen, sich für euch zu entscheiden.
Was ihr dabei beachten sollten, lest ihr im Folgenden.


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Was ist der Unterschied zwischen Anschreiben, Bewerbungsschreiben und Motivationsschreiben?



Das Anschreiben und das Bewerbungsschreiben bezeichnen das Selbe, sind also letztlich nur Synonyme. Der Begriff des Anschreibens ist jedoch weitaus geläufiger und ist dem Begriff des Bewerbungsschreibens vorzuziehen.
Das Motivationsschreiben und das Anschreiben unterscheiden sich grundsätzlich gar nicht so sehr. Wird sich um eine Weiterbildungsstelle beworben (also Alles von Praktikum bis hin zur Bewerbung zum Studienplatz), sind Anschreiben und Motivationsschreiben gleich zu verstehen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass dort meist das Motivationsschreiben, also ein Schreiben mit dem entsprechenden Schwerpunkt, gefordert wird. Allerdings gibt es für Arbeitssuchende trotzdem kleine, aber feine Unterschiede, die es zu beachten gibt und die unbedingt beachtet werden sollten.
Denn beide Schreiben setzen einen gänzlich anderen Schwerpunkt und sind in zwei separaten Schreiben zu verfassen. Darüber hinaus ist ein Motivationsschreiben nur der Bewerbung beizufügen, wenn ein solches speziell vom möglichen Arbeitgeber gefordert wird.
Welcher Schwerpunkt beim Motivationsschreiben im Vordergrund steht und wie ein ideales Motivationsschreiben aussieht, erfahrt ihr in einem separaten Beitrag zum Motivationsschreiben




Wie ist der Aufbau des perfekten Anschreiben?



Der richtige Aufbau eines jeden Anschreibens ist Grundvoraussetzung für ein perfektes Anschreiben. Ihr solltet euch dafür möglichst an einer entsprechenden Vorlage orientieren.



1. Der Briefkopf
Briefkopf - Anschreiben

(Bild links: Briefkopf - Absender rechts oben/ Bild rechts: Briefkopf - Absender links oben)

Zu Beginn eines Anschreibens, also in die Kopfzeile, muss zunächst ein ordentlicher Briefkopf erstellt werden.
Dieser sollte als erstes euren Namen samt Anschrift und Kontaktdaten enthalten. Bei den Kontaktdaten solltet ihr eure Festnetz oder/und eure Mobilnummer, sowie eure E-Mail Adresse angeben. Bei der Platzierung eurer Daten habt ihr die Möglichkeit, die linke oder rechte obere Ecke des Blattes zu nutzen.
Als zweites muss der Briefkopf mit etwas Abstand den Empfänger eures Anschreibens enthalten. D.h., hier müsst ihr zuerst den Namen des Unternehmens, dann den genauen Empfänger in dem Unternehmen und schließlich dessen Anschrift auflisten. Denkt bei dem genauen Empfänger daran, die Anrede mit Herr oder Frau nicht zu vergessen.
Und als letztes gehört in den Briefkopf wieder mit Abstand auf die rechte Seite die Orts- und Datumsangabe von eurer Absendung. Ob ihr letztlich für die Monatsangabe Zahlen oder die Worte nutzt, ist euch überlassen.



2. Der Hauptteil

Nach dem Briefkopf folgt mit einer Zeile Abstand der Hauptteil des Anschreibens.
Beginnen müsst ihr den Hauptteil mit dem Betreff, also mit einer Art Überschrift, mit der ihr klarstellt, auf was, also auf welche Stelle oder welchen Job ihr euch bewerbt. Dementsprechend sollte dieser Betreff auch formuliert sein: "Bewerbung als ..."
Den Betreff müsst ihr darüber hinaus etwas größer als den restlichen Text und auch fettgedruckt gestalten.
Nach dem Betreff folgt mit Abstand die Anrede des zuvor genannten genauen Empfängers mit der Standardformulierung "Sehr geehrte Frau ..." bzw. "Sehr geehrter Herr ...".
Es folgt mit einer Zeile Abstand der wohl wichtigste und auch zugleich schwierigste Teil des Anschreibens und zwar der eigentliche Text.



3. Der Schluss

Abschließen solltet ihr euer Anschreiben mit einer Standardabschlusszeile und eurer Unterschrift. Die Standardschlusszeile kann "Mit freundlichen Grüßen" oder eine ähnliche, wie "Mit besten Grüßen", sein. Bedenkt bei der Wahl der Abschlusszeile jedoch, dass das Anschreiben an euren vielleicht zukünftigen Arbeitgeber geht und ihr deshalb förmlich bleiben solltet.
Zuletzt gehört auf euer Anschreiben der kleine Vermerk "Anlagen", mit dem ihr nochmal verdeutlicht, dass der Bewerbung weitere Dokumente angeheftet sind.




Was gehört inhaltlich in ein perfektes Anschreiben und was definitiv nicht?



Den perfekten Text für euer Anschreiben zu formulieren, ist mit Abstand die Kür eines jeden Anschreibens. Achtet unbedingt darauf, keine Rechtschreibfehler zu machen, denn dies hinterließe keinen guten Eindruck beim Leser. Das Anschreiben dient unter Umständen darüber hinaus auch als Möglichkeit, um die Fähigkeit des Bewerbers in Wort und Schrift bewerten zu können. Deswegen solltet ihr eure Bewerbung auch von mindestens einem Familienangehörigen oder Bekannten Korrekturlesen lassen. Außerdem solltet ihr keine zu langen Sätze formulieren, um es eurem Leser nicht unnötig schwer zu machen und das Anschreiben so ansprechend wie möglich zu gestalten. Denn gerade der erste Eindruck zählt.

Starten solltet ihr euren Text mit einer kurzen Einleitung, warum ihr euch für den Job bewerbt und wie ihr auf diese Jobausschreibung aufmerksam geworden seid. Hier solltet ihr also auch unterbringen, warum ihr überhaupt auf der Suche nach einem Job seid. Außerdem solltet ihr hier unterbringen, warum gerade das Unternehmen bei dem ihr euch bewerbt, aus der Masse herausgestochen ist. Dazu solltet ihr euch im Voraus über das jeweilige Unternehmen schlau gemacht haben, wozu die firmeneigene Homepage meist perfekt geeignet ist. Habt ihr dies gemacht, könnt ihr aus der Masse der Bewerbungen herausstechen und sammelt erste Pluspunkte für die Entscheidung.

Anschließend solltet ihr auf euch als Person eingehen. D.h., ihr solltet u.a. auf eure Stärken und Schwächen eingehen. Ziel sollte es sein, dem Arbeitgeber zu vermitteln, dass ihr, wie ihr seid, perfekt für den Job seid und es keinen besseren Arbeitnehmer gibt. Ihr solltet in diesem Abschnitt auch Erfolge aus früheren Arbeitsverhältnisse unterbringen. Aber auch andere Qualifikationen sind hier genau richtig. Habt ihr beispielsweise Praktika oder andere Weiterbildungen genossen oder habt ihr gar aus eurem Beruf auch ein Hobby gemacht, dann gehört all dies genau in diesen Abschnitt.

Weiterhin solltet ihr eure Ziele, die ihr mit dem Job verfolgt, erläutern. Dazu zählen vor allem Karrierepläne innerhalb des Unternehmens oder etwas schlichtes, wie der Wunsch nach einer dauerhaften sicheren Anstellung in dem Unternehmen.
Abschließen solltet ihr euren Text mit einem Schlusssatz, mit dem ihr euch zum einem für die Beachtung der Bewerbung bedanken und zum anderen euer Interesse an einer Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bekunden solltet. Achtet allerdings auf die richtige Formulierung des Schlusssatzes. Ihr solltet hier nicht im Konjunktiv II schreiben, also zum Beispiel auf Formulierungen wie "Ich würde ..." verzichten. Vielmehr solltet ihr schreiben: "Ich freue mich, eine baldige und positive Antwort zu hören und auf ein Vorstellungsgespräch geladen zu werden." Achtet jedoch darauf, nicht überheblich zu wirken.




Das Wichtigste in der Zusammenfassung



Das Anschreiben stellt die wohl schwierigste Hürde einer gelungen Bewerbung. Es bietet euch aber auch gleichfalls die Möglichkeit, mit den richtigen Tricks und Kniffen den Leser von euch zu überzeugen und ihn dazu zu bewegen, die komplette Bewerbung genau zu begutachten.
Außerdem könnt ihr so aus der Masse herausstechen und euch gute Chancen auf den Job sichern.


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Robin B.

Hallo, Mein Name ist Robin. Ich bin 25 Jahre alt und einer der Gründer von sidejobber.de.

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